Ihr erinnert Euch noch an unsere Housewarming-Party im Eurotheum im November 2017: Dort haben wir mit unseren Kunden, Partnern, Freunden, Interessenten und natürlich Kollegen die Eröffnung unseres neuen Standorts im Herzen von Frankfurt am Main gefeiert und allen einen Blick hinter die Kulissen des neuen grünen Rechenzentrums gewährt.

Doch auch wenn es nach außen anschließend etwas ruhiger schien, wurde hinter den Kulissen weiterhin mit viel Herzblut an Software und Hardware entwickelt, optimiert und getüftelt, um den nächsten Meilenstein im Projekt zu erreichen. Das Ziel war der Go-Live der Cloud am 15. April 2018 – schließlich sollten unsere Kunden gleich zum Start das bestmögliche und allumfassende Cloud-Erlebnis haben.

Nach vier arbeitsreichen Monaten können wir nun stolz sagen: Mission erfüllt! Wie geplant, startete die Cloud im Eurotheum vergangenen Sonntag reibungslos und ist ab sofort für unsere Kunden voll verfügbar.

Grüne Cloud für grüne Kunden

Einer der Kunden, der gleich zum Start dabei ist, ist die Technischen Universität Dresden mit dem vom  BMVI geförderten Forschungsprojekt „Movebis“ (gesprochen mo-weh-bis), welches von den Professuren für Verkehrsökologie und Rechnernetze zusammen mit dem Klima-Bündnis durchgeführt wird. „Movebis“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet: „Du wirst Dich bewegen“ – und genau das beschreibt das Ziel sehr gut. Es soll eine bundesweit einheitliche Datengrundlage über die Fortbewegung mit dem Rad geschaffen und anschließend ausgewertet werden. Aus den Bewegungs- und Sensordaten, welche Radfahrer durch ihre Smartphones zur Verfügung stellen, sollen Kommunen später einmal Rückschlüsse über Optimierungsmöglichkeiten der Radverkehrsinfrastruktur ziehen können.

Die Datenerfassung erfolgt während der jährlich stattfindenden „STADTRADELN“-Kampagnen des Klima-Bündnisses, die schon seit zehn Jahren im Rahmen eines Wettbewerbs die fahrrad-aktivste Kommune Deutschlands mit dem Ziel der CO2-Vermeidung sucht.

Ein solches Projekt stellt allerdings große Herausforderung an die Datenverarbeitung. So ist eine flexible Lösung erforderlich, die bedarfsgerecht an geänderte Rahmenbedingungen angepasst werden kann: „Wir haben eine potenziell sehr große Nutzerbasis, deren Daten gespeichert und verarbeitet werden sollen. Die genaue Nutzeranzahl der Smartphone-App kennen wir aber noch nicht. Daher haben wir uns für eine Cloud-Lösung entschieden, die sich bedarfsgerecht skalieren lässt.“, fasst Philipp Grubitzsch, Projektmitarbeiter am Lehrstuhl für Rechnernetze, die Herausforderungen zusammen.

Auch rechtlich werden an die Verarbeitung personenbeziehbarer Daten, wie sie bei der Erfassung von Fortbewegungsmustern anfallen, hohe Anforderungen gestellt: „Der Datenschutz ist für uns ein weiterer Grund gewesen, warum wir auf einen deutschen Cloud-Provider zurückgegriffen haben. Die TU Dresden muss sich an das sehr strenge sächsische Datenschutzgesetz und die bald in Kraft tretende EU-Datenschutz-Grundverordnung halten.“

Nicht zuletzt habe im Team der TU Dresden auch der Gedanke der CO2-Einsparung fasziniert, der hinter dem modernen und hochenergieeffizienten Rechenzentrum im Eurotheum steckt, verrät Philipp Grubitzsch weiter: „Das hat insbesondere mit dem Hauptziel der STADTRADELN Kampagne des Klima-Bündnisses, in deren Kontext wir imMovebis-Projekt die Daten sammeln, perfekt zusammengepasst!“

Möchtet Ihr auch Eure Projekte in unserem grünen Rechenzentrum in Frankfurt hosten? Hier könnt Ihr einen Blick in die Preisliste werfen oder uns gleich kontaktieren. Wir freuen uns auf Euch!

Die grüne Cloud versorgt ein Hotel mit Heizungswärme und Warmwasser

Denn: Auch im Eurotheum kommt die patentierte Heißwasser-Direktkühlung von Cloud&Heat zum Einsatz. Dank ihr verpufft die Wärme der Prozessoren in den Servern nicht ungenutzt. So kann das auf bis zu 60 °C erwärmte Wasser gleich dem Warmwasser- und Heizkreislauf des Hochhauses zugeführt werden. Das spart gleich mehrfach: Zum einen Kühlkosten, die bei sonst erforderlicher Kühlung von Servern anfallen sowie Heizkosten für den Abnehmer der Wärme – und entsprechend auch jede Menge Energie. So werden anderem die Hotelgäste des Meliá INNSIDE Eurotheum, das sich inden oberen Etagen des Eurotheums befindet, mit Warmwasser und Heizungswärme versorgt.

Ein durch und durch rundes Konzept also: „Wir freuen uns, nun mit unserem grünen Rechenzentrum live zu sein. Wir bieten hier ein innovatives, zukunftsfähiges Cloud-Konzept, das sowohl IT-seitig als auch vom Nachhaltigkeitsgedanken her einzigartig ist – und das kommt gut an bei unseren Kunden“, so Nicolas Röhrs, Geschäftsführer bei Cloud&Heat Technologies. „Wir freuen uns, dass der nächste Meilenstein im ‚future of compute‘-Ansatz von Cloud&Heat erreicht ist und wir nun das Projekt gemeinsam mit unseren Kunden weiter entwickeln können!“